Urgeschichte

Das älteste Zeugnis menschlichen Vordringens in das Gebiet des heutigen Payerbach stellt eine 1893 in Werning aufgefundene Lochaxt aus Serpentin dar, die aus der Jungsteinzeit stammt. Dieser Streufund beweist, dass das Gebiet schwarzaaufwärts gelegentlich von Jägern aufgesucht wurde.

Aus der Urnenfelderzeit, dem letzten Abschnitt der Bronzezeit, stammen ein geschweiftes Bronzemesser, ein bronzenes Absatzbeil - beide ebenfalls aus der Werning - sowie ein bronzenes Flachbeil aus Payerbach, 1933 in der Mühlhofstrasse bei einem Hausbau aus einer alten Feuerstelle geborgen.
Auf der Suche nach Kupfererzen drang der urgeschichtliche Mensch auch in die entlegenen Alptentäler (Prein, Hirschwang, Kaiserbrunn) vor, die führte zu einer vorübergehenden Besiedelung durch einen illyrischen Volksstamm (Ausgrabungen in der Prein 1952).

Am Fuße des Grillenberges wurde im Sommer 1959 ein urnenfeldzeitlicher Kupferschmelzplatz ausgegraben. Der urgeschichtliche Bergbau kam jedoch sehr bald zum Erliegen, was zum Abzug der illyrischen Ansiedler führte.

Ob Kelten und Römer Grillenberg nach Eisen gruben, konnte bis jetzt noch nichts erwiesen werden. Jedenfalls lag unsere Heimat im Gebiet des keltischen Königreiches Noricum, welches 16. v. Chr. von den Römern okkupiert wurde. Aus der Keltenzeit konnte die neuere Forschung zahlreiche Schalensteine bzw. Opfersteine nachweisen.

Den einzigen Fund aus der Römerzeit stellt eine um 1975 aufgefundene Kupfermünze des römischen Kaisers Probus (276-282) dar.