Der Bau der Semmeringbahn

150 Jahre Semmeringbahn in Payerbach

1842 führte die Südbahnstrecke bis Gloggnitz, sodass im Sommer des selben Jahres zahlreiche Fremde das Tal von Payerbach und Reichenau besuchten. Damals kam Payerbach das erst mal mit dem Fremdenverkehr in Berührung.
Im August des Revolutionsjahres 1848 kamen 2000 Arbeiter, die für den Bau der Semmeringbahn, von Carl Ritter von Ghega projektiert, gebraucht wurden, nach Payerbach. Insgesamt kamen in den Jahren 1848 - 1858, die der Bau in Anspruch nahm ca. 17.000 Arbeiter nach Payerbach. Die Bahn stellte mit ihren zahlreichen Viadukten, Tunnels und der für damaligen Verhältnisse beträchtlichen Steigung von 25 %o die 1. Hochbegirgsbahn Europas dar. Payerbach stand damals im europäischen Rampenlicht, da alle Pionierstaaten der Eisenbahn gespannt die Ergebnisse der Lokomotivprobefahrten, die in Payerbach ihren Anfang nahmen, und positiv verliefen, verfolgten. Kaiser Franz Joseph I. befuhr am 12. April 1854 die Strecke erstmals. Am 15. Mai wurde der Frachtverkehr und am 17. Juli der Personenverkehr aufgenommen.

schwarzaviadukt

Im Herbst 1854 erhielt Payerbach ein eigenes Postamt. Im selben Jahr wurde in Payerbach ein neues Gasthaus eröffnet, um die Fremden, welche nun zahlreich in Payerbach-Reichenau kamen, zu beherbergen.
Um 1875 wurde an Stelle eines Provisoriums ein repräsentatives Bahnhofgebäude samt Bahnhofsrestauration errichtet.
1894 Umbenennung der Station in "Payerbach-Reichenau"
1902 Zubau eines Warteraumes für das Kaiserhaus
Die Semmeringbahnjubiläen 1904, 1929 und 1954 wurden in Payerbach jeweils mit einem historischen Festzug begangen.

Bilder vom Festakt 150-Jahre Semmeringbahn finden Sie unter 150 Jahre Semmeringbahn.