Türkenkreuz

Dieses Wegkreuz in der Mühlhofstraße wurde im Mittelalter als "Kreuz am Laa" (Sumpf) bezeichnet. Im 16. Jhdt. mussten streitsüchtige Frauen zur Strafe von der "Schraiseuln" am Ortsplatz (eine Art Schandsäule oder Pranger) bis hierher und wieder zurück abwechselnd den "Pachstein" (Zankstein) tragen. 

Der Sage nach wurden hier die Türken 1529 geblendet, deshalb nannte man das Kreuz im Volksmund auch "Schlokreuz" (von Schlogkreuz, mit Blindheit geschlagen). 

Das alte Türkenkreuz wurde 1829 bei einem Hochwasser weggeschwemmt und darauf wieder in seiner ursprünglichen Form errichtet;  bei einer neuerlichen Restaurierung im Jahr 1910 veränderte man jedoch das ursprüngliche Aussehen.
TUERKENKREUZ