Advent bleibt Advent

 Rettenbacher 2016 klein

Liebe Payerbacherinnen und Payerbacher!

Advent, Nikolo, Christkind – es sind dies Begriffe, die wir von Kindesbeinen an kennen und die uns in der anbrechenden Vorweihnachtszeit wieder überall begegnen. Ich denke hier zum Beispiel an den Adventmarkt in Schlöglmühl, die Payerbacher Punschhütte, die verschiedenen Nikolo-, Advent- und Weihnachtsfeiern in Schulen, Vereinen und Firmen oder auch an die Andachten und Christmetten in und um unsere Pfarre.

Es sind dies Veranstaltungen und Angebote, die uns in Weihnachtsstimmung versetzen und vielleicht auch die Möglichkeit geben, den Stress hinter uns zu lassen und den Mitmenschen zuzuwenden. Ob bei einem Häferl Punsch bei der Punschhütte, beim gemeinsamen Anzünden des Adventkranzes oder auch nur beim Spenden für Licht ins Dunkel.
Und vergessen wir dabei nicht die Werte, für die Advent, Nikolo und Christkind stehen. Für Einkehr, Teilen und Nächstenliebe.

Das mag nun logisch klingen, aber sind wir uns dessen auch bewusst? Ich bin mir da angesichts der Maßnahmen, die mancherorts rigoros ergriffen werden, um Advent, Nikolo und Christkind aus der Öffentlichkeit – weil „Religion“ – zu verbannen, nicht so sicher. Wenn aus Christbäumen plötzlich Weihnachtsbäume werden, zum Beispiel. Oder Adventmärkte auf einen Schlag Wintermärkte heißen. Von der Feindseligkeit, die bisweilen dem Nikolo entgegenschlägt, gar nicht erst zu reden.

Als Bürgermeister ist es mir wichtig, dass wir unsere Traditionen leben – aber ohne die Wurzeln zu verleugnen. Das gilt für religiöse Feste genauso wie für nicht-religiöse Traditionen, wie das Maibaum-Aufstellen oder das Winteraustreiben etwa.

Sie alle haben ihre Berechtigung und ihren Namen. Es gibt keinen Grund, sich für unser christliches Erbe zu schämen. Wie ich gehört habe, soll der Nikolo auch unseren Flüchtlingen am Kreuzberg einen Besuch abstatten. Und das ist gut so.

Ein gesegnetes Weihnachtsfest wünscht Ihnen,

Ihr Bürgermeister
Edi Rettenbacher

 

weihnachtsmann 

 

 

 

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